Mein Traumjob: Wie werde ich eigentlich… Bänker?

Bänker

Es gibt so viele Jobs, die du heutzutage ausüben kannst, da fällt die Entscheidung schwer. In der Serie „Mein Traumjob – Wie werde ich eigentlich …“ kannst du dich über viele interessante Berufe schlau machen, die dich inspirieren können. Ob Friseurin, Schreiner, Bloggerin oder Bänker: Bestimmt ist ein Bereich für dich dabei, der dich auf die Idee bringt, diese berufliche Richtung einzuschlagen oder dich nachdenken lässt, dich sogar auf etwas Neues einzulassen.

Einen Spruch, den wohl viele Jugendliche nach ihrem Schulabschluss von ihren Eltern hören, hat Sebastian sich selbst gesagt: „Ich möchte etwas „Richtiges“ machen.“ Also wurde er Bänker. Doch mit spießigen Krawattenträgern und langweiligen Prozessen hat Sebastian überhaupt nichts zu tun. Denn er hilft im StartUp Center der Haspa täglich engagierten, kreativen Menschen bei der Gründung ihres Unternehmens,

Wie wird man Bänker? Wie war dein Weg zu deinem jetzigen Job?
Nach dem Abi hatte ich das Bedürfnis, etwas „Richtiges“ zu machen, wollte aber auch studieren. Ich habe mich für das Duale Studium an der HSBA, der Hamburg School of Business Administration, entschieden. Hamburg als Stadt war für mich gesetzt und die Kombination aus Bank und BWL klang reizvoll. So ist es anschließend die Haspa geworden. Nach verschiedenen Stationen im Studium, spezialisierst du dich innerhalb der Haspa. Für mich war schnell klar, dass ich als Bänker gerne im Firmenkundengeschäft arbeiten möchte. So bin ich im StartUp Center der Haspa gelandet.

Was machst du den ganzen Tag?
Im StartUp Center bin ich zuständig für innovative Gründungsvorhaben. Seit über 30 Jahren finanzieren wir im StartUp Center Existenzgründer, sprich alle die, die sich neu selbstständig machen und dafür Geld benötigen. Bei innovativen StartUps ist das mit einem Bankkredit aber manchmal schwierig, da die kleinen Unternehmen doch enorme Entwicklungsrisiken mit sich bringen. Also haben wir uns die Frage gestellt, wie wir trotzdem einen Mehrwert stiften können. Mit unserem Netzwerk zu rund 60.000 anderen Firmenkunden und Zugang zu weit über 1 Mio. Privatkunden, war die Antwort gefunden. Ich versuche jeden Tag, für unsere StartUps Kontakte herzustellen, die sie noch erfolgreicher machen. Und natürlich übernehmen wir in dem Zuge auch das ganze Banking für die jeweiligen Existenzgründer.

Was ist das Beste an deinem Job?
Ich darf mich mit unfassbar vielen neuen Geschäftsideen auseinander setzen und arbeite jeden Tag mit Optimisten. Das bringen Gründer so mit sich, was ich sehr schätze.

Was ist das Nervigste an deinem Job?
In der Bank greift die Regulatorik selbstverständlich um sich. Während wir uns täglich mit Unternehmern beschäftigen, die unsere Welt ein bisschen effizienter gestalten wollen, müssen wir selbst immer größere Papierberge drucken, um den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Das macht an vielen Stellen auch Sinn und hat seine Gründe, nervt mich aber trotzdem.

Wie ist die Bezahlung in deinem Job?
Für mein Alter verdiene ich wahrscheinlich überdurchschnittlich, Reichtum ist aber auch keine natürliche Folge eines Sparkassen-Daseins. 

Trägst du als Bänker immer Anzug und Schlips? Oder auch mal Jeans und Shirts auf der Arbeit?
Die Krawatte hatte tatsächlich zuletzt bei einer Hochzeit um, bei der Arbeit ist das jedoch schon sehr lange her. Vor einiger Zeit schon haben wir die Kleiderordnung in der Haspa deutlich flexibler und kundenorientierter gestaltet. Wir nennen das Business Casual. So kann ich mich auch als Bänker meinen Kunden ein wenig anpassen. Meistens trage ich Chino und Hemd. Die unter StartUps so beliebten Hoodies wären vielleicht doch ein bisschen schwer vermittelbar.

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