Wie finanziere ich mein Studium? So kommst du über die Runden!

Bald startet das Semester & du stellst gerade fest, wie kostspielig so ein Studium ist – Panik: Wie soll ich das bitte alles finanzieren? 😨 Neben dem Semesterbeitrag kommen noch Miete, Essen & Ausgehen dazu – und bei den Hamburger Mietpreisen kann die Rechnung ganz schön saftig sein! 💸

Wie funktioniert die Studienfinanzierung in Deutschland eigentlich? 🤔 Grundsätzlich beruht Studienfinanzierung auf einem „konservativen“ Wohlfahrtssystem. Was das heisst? Eigentlich nur, dass die finanzielle Verantwortung beim Studium zwischen mehreren Agenten aufgeteilt wird, um den sozialen Status des Einzelnen zu garantieren. Konservieren, eben. Im Studium bedeutet das, dass die Finanzierung zwischen deinen Eltern, dem Staat und natürlich dir, gerecht aufgeteilt wird.

(K)Ein Papa-Mama-Kind

Studium Familie

Sicher sind deine Eltern dazu verpflichtet, dich während deiner Studienzeit zu unterstützen. Jedoch können die wenigsten Eltern ihre Kinder komplett durchfüttern – schließlich müssen die ja auch leben! 😜 Handel einfach mit deinen Eltern aus, wieviel du brauchst und wieviel sie dir geben können. Denk auch daran, dass du bis zu deinem 25. Geburtstag noch Kindergeld bekommst – vorausgesetzt du bist eingeschriebene/r Student/in oder in der Ausbildung und deine Eltern in Deutschland arbeiten. Beim Kindergeld spielt die Staatsangehörigkeit keine Rolle.

Der bürokratische Dschungel des Bafögs

Bürokratie Bafög

Ja, es ist etwas kompliziert, aber wenn du dich einmal durchgefriemelt hast, bist du der absolute Bafög-Experte! Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (easy 😉) setzt die finanzielle Unterstützung von Schülern und Studierenden in Deutschland fest. Die Höhe des Stipendiums ist von dem Einkommen deiner Eltern und von deinem eigenen Einkommen abhängig; unter anderem spielt es auch eine Rolle, ob du bei den Eltern wohnst oder nicht. Monatlich darfst du durchschnittlich 450 € verdienen. Nicht jeder ist Bafög berechtigt: Benutze einen der vielen Bafög-Rechner, um das herauszufinden. Eine Sache ist sicher: bekommst du für dein Studium in Deutschland kein Bafög, schließt es keine Berechtigung für das Auslandsbafög aus! Wenn du wirklich nicht klar kommst, lass dich beim Bafög-Amt beraten, die wissen am besten bescheid!

Stipendien: nicht nur für Streber! 

… oder für Hochbegabte! Es gibt viele Angebote für Stipendien, die mehr oder weniger mit akademischer Leistung zu tun haben. Klar: Es ist ein Vorteil, wenn du dich durch eine besondere Qualität, ein soziales Engagement oder einem coolem Projekt unterscheidest. Wenn du wissen möchtest, welche Stipendien es gibt, schau doch mal hier und hier vorbei!

Keine Bange vor’m Kredit!

Nicht fürs Bafög berechtigt oder schon ein paar mehr Semester am Studieren? No problemo, viele Studierende nehmen auch ein Kredit auf, um sich zu finanzieren! Unter den Krediten gibt es bedeutende Unterschiede und du solltest schauen, dass dich am Ende keine unangenehme Überraschung erwartet. Bildungskredit oder Studienkredit – wo unterscheiden die sich? Hier haben wir für dich die wichtigsten Information zusammengestellt:

  • Wenn du dich in einem fortgeschrittenen Zeitpunkt deines Studiums oder deiner Ausbildung befindest, dann kannst du einen Bildungskredit beantragen. Aber Achtung: Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem staatlichen, zinsgünstigen, und dem privat-wirtschaftlichen, stärker verzinsten Bildungskredit.
  • Einen Studienkredit kannst du bereits ab Studienbeginn beantragen. Dieser ist leistungs- und einkommensunabhängig, dafür aber stark verzinst.

Noch ein bisschen unklar? Dann findest du hier weitere Infos über Bildungskredite und hier über Studienkredite. Betrachte jedoch den Studienkredit lieber als letzte Möglichkeit, Bafög und Bildungskredit sind auf jeden Fall vorteilhafter!

Nach dem Hörsaal hinter den Tresen

Trinkgeld willkommen!

Zeit, auf eigenen Füßen zu stehen? Mit einem Studentenjob erwirbst du Unabhängigkeit, lernst neue Menschen kennen und sammelst wertvolle Arbeitserfahrungen. Alt oder jung, reich oder arm: Jeder in Deutschland darf einen sogenannten Minijob – eine Beschäftigung auf 450 €-Basis – betreiben. Darauf stehen für dich keine Steuern an; auf die Rentenversicherung solltest du aber trotzdem nicht verzichten (auch wenn’s nicht akut ist, dein späteres Ich wird sich bedanken! 😇). Nicht jeder Job ist cool, so können auch Arbeitgeber richtige A********** sein – „geringfügig“ heißt allerdings nicht „ohne Rechte“! In der Bar oder im Klamottenladen, du hast tausend Möglichkeiten!

Erste Einblicke ins Berufsleben

Falls du dich schon in einem weiteren Semester befindest, könnte es durchaus interessant sein, dein erlerntes Wissen mal in die Praxis umzusetzen. 😋 Mit einem Werkstudentenjob kannst du nicht nur Arbeitserfahrung sammeln, sondern Berufserfahrung: Du gewinnst wertvolle Einblicke in deinem Bereich innerhalb eines Unternehmen und wirst in der Regel in Projekte eingebunden. Wenn du Glück hast, kannst du nach deinem Studium sogar übernommen werden. Oder du merkst ganz schnell, dass es nix für dich ist! 😅 Beachte beim Minijob genauso wie beim Werkstudentenjob die 20 Stunden/Woche Grenze: Von Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr nicht überschreiten. Sonst gibt’s Ärger!

Du hast alles geklärt? Dann mal los – mit weniger Sorgen macht studieren auch mehr Spaß!