Mein Traumjob: Wie wirst du eigentlich… Bloggerin?

Bloggerin Vicky

Es gibt so viele Jobs, die du heutzutage ausüben kannst, da fällt die Entscheidung schwer. In der Serie „Wie wirst du eigentlich …“ kannst du dich über viele interessante Berufe schlau machen, die dich inspirieren können. Ob Friseurin, Schreiner, Bloggerin oder Koch: Bestimmt ist ein Bereich für dich dabei, der dich auf die Idee bringt, diese berufliche Richtung einzuschlagen oder dich nachdenken lässt, dich sogar auf etwas Neues einzulassen.

Vicky Wanka lebt den Traum vieler, denn sie ist Bloggerin und kann damit auch ihr Leben finanzieren. Dabei liebt sie die Flexibilität, weiß aber auch genau, wie viel Zeit und Mühe es kostet, die meiste Zeit über schöne Momentaufnahmen zeigen zu müssen.

Wie wird man Bloggerin? Wie war dein Weg zu deinem jetzigen Job?
Ich kam vor rund acht Jahren zum Bloggen und wurde dabei von einer damaligen Kollegin überredet, einen Modeblog zu starten. Ich habe mir selbst privat immer einige Blogs angeschaut, hatte aber nie wirklich Ambitionen dazu, selbst Fotos zu machen und diese ins Internet zu stellen. Nach dem Impuls meiner Kollegin habe ich mich allerdings langsam herangetastet und gemerkt, dass mir das Bloggen unfassbar viel Freude bereitet. Darum habe ich mich dann in Bild- und Videobearbeitungsprogramme sowie ein wenig in HTML eingelesen und bin bis heute dabei geblieben. Viele haben Angst, dass sie nicht gut genug sind oder sie bereits ein perfektes Portfolio an Ideen im Kopf haben müssen, um zu starten. Wer also auch Lust hat aufs Bloggen, sollte einfach anfangen und mit den Aufgaben wachsen.

Was machst du den ganzen Tag?
Ich bespreche mich morgens mit meiner Blogpartnerin, die mir quasi hinter den Kulissen hilft und meine rechte Hand ist. Dann überlegen wir, was wir die Woche über fotografieren, was die Leser interessieren könnte, wie wir meine Social Media-Kanäle bespielen. Wir schreiben also eine Art Redaktionsplan und danach setze ich mich dann in der Regel an einen Blogpost, den ich für den nächsten Morgen vorbereite.

Was ist das Beste an deinem Job?
Ich liebe die Flexibilität des Bloggens. Die Möglichkeit, quasi von überall aus arbeiten zu können, ist für mich wirklich das Beste an dem Job. Ich liebe es!

Was ist das Nervigste an deinem Job?
Ich weiß, dass Bloggen seit dem Social Media Hype sehr auf einen Sockel gehoben wird. Es werden schöne Welten erschaffen und Momentaufnahmen gezeigt, die häufig einen positiven und hübsch anzusehenden Fokus besitzen. Nervig dabei ist, dass der Beruf an sich mit sehr vielen Vorurteilen behaftet ist, die häufig darum kreisen, dass Blogger nicht wirklich arbeiten würden. Das finde ich total schade. Meiner Meinung nach besteht die Kunst nämlich darin, Leichtigkeit, Spaß und Freude zu versprühen. Die Nächte, die ich gestresst und hoch konzentriert vor Unterlagen brüte, zeige ich dabei eher seltener, das bedeutet aber nicht, dass diese Augenblicke nicht existieren.

Wie sind die Bezahlung in deinem Job?
Das ist immer komplett unterschiedlich und kann so pauschal nicht gesagt werden. Grundsätzlich ist es so, dass Blogger frei arbeiten und je nach Reichweite gewisse Preise aufrufen können. Aber wie so oft ist das alles total individuell gestaltet und immer auch Verhandlungsbasis.

Wie gehst du mit Hasskommentaren um?
Hasskommentare gibt es  immer mal wieder. Mit den Jahren haben sie aber abgenommen. Allerdings bin ich jedes Mal über energisch negative Kommentare und Diskussionen überrascht. Ich versuche dann zu verstehen, woher dieser Groll kommt oder auch die konstruktive Kritik daraus zu filtern. Natürlich verletzt es schon, dass Menschen so unfassbar böse unterwegs sind. Aber ich weiß, dass das nichts mit mir persönlich zu tun hat.

Verstehen deine Eltern, was du beruflich machst?
Ja!

Bloggerin Vicky