Mein Traumjob: Wie wirst du eigentlich… Florist*in?

Es gibt so viele Jobs, die du heutzutage ausüben kannst, da fällt die Entscheidung schwer. In der Serie „Mein Traumjob: Wie wirst du eigentlich…“ kannst du dich über viele interessante Berufe schlau machen, die dich inspirieren können. Ob Friseur, Schreiner, Blogger, Florist oder Koch: Bestimmt ist ein Bereich für dich dabei, der dich auf die Idee bringt, diese berufliche Richtung einzuschlagen oder dich nachdenken lässt, dich sogar auf etwas Neues einzulassen.

Umgeben von einem bunten Blumenmeer und den ganzen Tag schöne Düfte in der Nase? Tessa liebt ihren Beruf als Floristin in ihrem eigenen Laden „Blumentochter“, flucht aber oft auch über die körperliche Anstrengung.

Wie wird man Florist*in? Wie war dein Weg zu deinem jetzigen Job?
Tessa: Um Florist zu werden, kann man ganz klassisch eine Ausbildung machen, in der man sowohl zur Berufsschule geht als auch parallel in einem Betrieb das Handwerk erlernt. Meine Familie handelt schon in dritter Generation mit Blumen, was zunächst dazu geführt hat, dass ich selbst nach dem Abi in eine ganz andere Richtung wollte. Meine Liebe zu Blumen und der Natur war aber doch so groß, dass ich mich vor knapp neun Jahren mit meinem ersten Geschäft selbstständig gemacht habe. Ein Leben ohne Blumen kann ich mir jetzt nicht mehr vorstellen.

Was machst du den ganzen Tag?
Tessa: Unsere Öffnungszeiten sind von 9 bis 19 Uhr, der Tag beginnt aber für meinen Mann und meinen Bruder in der Regel zwischen 4 und 5 Uhr morgens. Dann werden Blumen auf dem Grossmarkt gekauft und in unserem Lager verpackt, um sie dann auf die Läden zu verteilen. Ich darf etwas länger schlafen und unsere Kinder in die Schule bzw. in den Kindergarten bringen. Der Tag besteht aus Warenpflege, Verkaufsgesprächen und ganz viel kreativem Gestalten. Der Job als Florist ist wunderschön abwechselnd, aber körperlich sehr belastend.

Was ist das Beste an deinem Job?
Tessa: Mit gefällt besonders der Umgang mit einem Naturprodukt. Ich liebe es, dass die Blumen mir die Jahreszeiten immer ganz besonders nahebringen. Außerdem brauche ich den Kontakt mit meinen Kunden und es macht mich glücklich, wenn sie zufrieden mit einem Arm voll Blumen den Laden verlassen – um sich selbst etwas zu gönnen oder vielleicht auch jemand anderes zu beschenken.

Was ist das Nervigste an deinem Job?
Tessa: Mich nervt am meisten die körperliche Anstrengung, das viele Stehen und das Schleppen der schweren Blumenkübel. Für meinen Rücken ist das wirklich eine starke Belastung. Wir Floristen stehen immer in der Kälte und da wir mit vergänglicher Ware arbeiten, bleibt die Heizung immer aus und selbst im Sommer haben wir zusätzlich eine Klimaanlage angeschaltet.

Wie ist die Bezahlung in deinem Job?
Tessa: Leider ist der Job als Florist nicht besonders gut bezahlt, deswegen gibt es auch zu wenige Menschen, die diese Ausbildung noch machen. Meine Mitarbeiter werden übertariflich bezahlt und haben die Möglichkeit, durch mehr Verantwortung auch mehr zu verdienen.

Blumen sind in den letzten Jahren irgendwie wieder richtig trendy geworden? Was machst du so im „Konkurrenzkampf“ zu den Online-Händlern?
Tessa: Zum Glück gibt es noch viele Menschen, die das Einkaufserlebnis suchen. Sie wollen die Blumen anfassen, riechen und dabei manchmal auch einen netten Plausch halten. Auf diese Kunden zähle ich und ich versuche sie zusammen mit meinen Team glücklich und zufrieden zu machen. So kommen sie hoffentlich wieder und kaufen nicht online ihre Blumen.

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